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  Letzte Änderung: 01.10.2008

 

BERICHTE

 

Safet Disli 3. Platz  und Rafet Disli 5. Platz auf den Landesmeiterschaften

Am vergangenen Wochenende fanden die Landes-Einzel-Meisterschaften im Judo in Osnabrück statt. Die Brüder Safet und Rafet Disli vom Judo-Club Aurich (JCA), die sich vor zwei Wochen mit den Bezirks-Vize-Titeln für die Landes-EM qualifiziert hatten, wollten auch hier so weit wie möglich vorne landen.

Mit dem 3. Platz auf den LEM hat sich Safet Disli jetzt für die Norddeutschen EM in Hamburg qualifiziert, wo auch hier noch was drin ist und die Fahrkarte für die Deutschen EM in Bayreuth gelöst werden kann. Rafet dagegen hat im kleinen Finale um den 3. Platz auch alles drin gehabt. Eine in vielen Augen zu hohe Wertung mit Ippon hat ihn aus dem Rennen geworfen, womit er nur den undankbaren 5. Platz hatte.

Safet startet in der Gewichtsklasse +100kg nachdem er mit ein wenig Übergewicht in diese Klasse geraten war. Diese Klasse scheint im aber zu liegen, da er hier für einige anderen Kämpfer doch sehr beweglich ist. Im ersten Kampf mußte Safet Disli gegen den amtierenden Junioren-Europameister antreten und hatte das Nachsehen, nachdem er schon mit einer Wertung (Yuko) geführt hatte. Somit war nur noch der Weg durch die Trostrunde möglich, wo er Kampf für Kampf gewann. Als erster gegen Pitruschke aus Garbsen, gegen den er mit Ippon vorzeitig gewann. Dann gegen Kirsch ebenfalls aus Garbsen, den er mit seiner Spezialtechnik (Beingreifer) auf den Rücken legte. Im kleinen Finale dann gegen Kropp aus Hollage. Mit der ersten Wertung in einen Haltegriff und 23 Sec. gehalten. Wieder im Stand dann wiederum mit seiner Spezialtechnik Ippon.

Rafet dagegen hatte es nicht leichter und überzeugte mit einer hervorragenden Tagesform und eine optimalen Einstellung. Alle Kämpfe gingen über die volle Kampfzeit von 5 Minuten und auch hiernach hätte er durch die gute Kondition noch was zulegen können. Im ersten Kampf mußte gegen einen gebürtigen Armenier, der mit Beingreifern wie im Sambo sein Glück suchte. Der zweite Kampf ging zunächst unentschieden aus. Erst in der Verlängerung der Kampfzeit wurde der Vergleich mit einer Strafe gegen Rafet entschieden. In der Trostrunde gegen einen Nienhagener erzielte Rafet mit seiner Spezialtechnik zwei hohe Wertungen und gewann überzeugend. Im Kampf um den 3. Platz verlor er in seinen Augen ungerecht wie schon oben beschrieben.

Die Chancen für Safet sich auf den Norddeutschen zu platzieren sind nicht schlecht, da Niedersachsen mit Abstand das stärkste Bundesland der Nordgruppe ist, resümierte der Vorsitzende des JCA Walter Dieken. "Jetzt fleißig weitertrainieren", sagte Dieken. "Das ist für den Restaurant-Besitzer Disli nicht ganz einfach, da auch der Beruf seine Zeit fordert." Alle Judoka des JCA wünschen ihm viel Erfolg, obwohl schon die Platzierung auf den Landesmeisterschaften der Senioren (Erwachsene) eine Leistung ist, die schon lange kein Ostfriesicher Kämpfer mehr erreicht hat.

 


Judo-Club Aurich hat 2 Vize-Bezirksmeister

Wie in die Jahren zuvor sind im Senioren-Bereich die beiden Disli-Brüder Safet und Rafet immer wieder gut für eine Platzierung auf den Bezirksmeisterschaften. Die beiden Judoka des Judo-Club Aurich (JCA) sind die beständigsten Garanten für einen Erfolg. Im Bereich der Erwachsenen sind sie die Vertreter Ostfrieslands, die für Erfolge sorgen und auch wichtige Stützen der Mannschaft der Judo-Kampfgemeinschaft Ostfriesland sind. Etwas Wehmütig wurde dabei auch der Nachwuchskämpfer Sebastian Frerichs (JKG Norden) aus der Mannschaft vermißt, der auf den Bezirksmeisterschaften nicht anwesend sein konnte. Genauso vermißt wurde Dana Kerzel vom JCA, die mit Grippefieber im Bett lag. Die letztjährige Bezirksmeisterin hätte bei den Damen in der Klasse bis 63kg sicherlich zumindest eine Qualifizierung rausgeholt. Man ist seit Jahren in Ostfriesland bemüht, für adäquaten Nachwuchs zu sorgen, was sicherlich noch ein paar Jahre benötigt. So gesehen war die Bezirksmeisterschaft ein voller Erfolg. Safet Disli mußte sich nur im Finale geschlagen geben, wobei hernach bei den Kampfrichtern nachgefragt und länger diskutiert wurde, wer denn nun von beiden Kämpfern die Wertung erzielt hatte. Eindeutiger war da schon der Finalkamp von Rafet Disli, der einem oldenburger Judoka mit Haltegriff unterlag. Aber auch für ihn waren Chancen auf den Bezirkstitel da, nachdem er seinen Gegner im Würgegriff schon fast zu Aufgabe gezwungen hatte. In zwei Wochen sind dann die Landesmeisterschaften in Osnabrück, wobei es dann doch erheblich schwieriger wird, sich zu platzieren.

 

 

 

Letzte Änderung: 01.10.2008