| BERICHTE
Safet Disli 3. Platz und Rafet
Disli 5. Platz auf den Landesmeiterschaften
Am vergangenen Wochenende fanden die
Landes-Einzel-Meisterschaften im Judo in
Osnabrück statt. Die Brüder Safet und Rafet Disli vom Judo-Club Aurich (JCA),
die sich vor zwei Wochen mit den Bezirks-Vize-Titeln für die Landes-EM
qualifiziert hatten, wollten auch hier so weit wie möglich vorne landen.
Mit dem 3. Platz auf den LEM hat sich Safet Disli
jetzt für die Norddeutschen EM in Hamburg
qualifiziert, wo auch hier noch was drin ist und die Fahrkarte für die
Deutschen EM in Bayreuth gelöst werden kann. Rafet dagegen hat im kleinen
Finale um den 3. Platz auch alles drin gehabt. Eine in vielen Augen zu
hohe Wertung mit Ippon hat ihn aus dem Rennen geworfen, womit er nur den
undankbaren 5. Platz hatte.
Safet startet in der Gewichtsklasse +100kg nachdem
er mit ein wenig Übergewicht in diese Klasse geraten war. Diese Klasse
scheint im aber zu liegen, da er hier für einige anderen Kämpfer doch
sehr beweglich ist. Im ersten Kampf mußte Safet Disli gegen den
amtierenden Junioren-Europameister antreten und hatte das Nachsehen,
nachdem er schon mit einer Wertung (Yuko) geführt hatte. Somit war nur
noch der Weg durch die Trostrunde möglich, wo er Kampf für Kampf gewann.
Als erster gegen Pitruschke aus Garbsen, gegen den er mit Ippon vorzeitig
gewann. Dann gegen Kirsch ebenfalls aus Garbsen, den er mit seiner
Spezialtechnik (Beingreifer) auf den Rücken legte. Im kleinen Finale dann
gegen Kropp aus Hollage. Mit der ersten Wertung in einen Haltegriff und 23
Sec. gehalten. Wieder im Stand dann wiederum mit seiner Spezialtechnik
Ippon.
Rafet dagegen hatte es nicht leichter und
überzeugte mit einer hervorragenden Tagesform und eine optimalen
Einstellung. Alle Kämpfe gingen über die volle Kampfzeit von 5 Minuten
und auch hiernach hätte er durch die gute Kondition noch was zulegen
können. Im ersten Kampf mußte gegen einen gebürtigen Armenier, der mit
Beingreifern wie im Sambo sein Glück suchte. Der zweite Kampf ging
zunächst unentschieden aus. Erst in der Verlängerung der Kampfzeit wurde
der Vergleich mit einer Strafe gegen Rafet entschieden. In der Trostrunde
gegen einen Nienhagener erzielte Rafet mit seiner Spezialtechnik zwei hohe
Wertungen und gewann überzeugend. Im Kampf um den 3. Platz verlor er in
seinen Augen ungerecht wie schon oben beschrieben.
Die Chancen für Safet sich auf den Norddeutschen zu
platzieren sind nicht schlecht, da Niedersachsen mit Abstand das stärkste
Bundesland der Nordgruppe ist, resümierte der Vorsitzende des JCA Walter
Dieken. "Jetzt fleißig weitertrainieren", sagte Dieken.
"Das ist für den Restaurant-Besitzer Disli nicht ganz einfach, da
auch der Beruf seine Zeit fordert." Alle Judoka des JCA wünschen ihm
viel Erfolg, obwohl schon die Platzierung auf den Landesmeisterschaften
der Senioren (Erwachsene) eine Leistung ist, die schon lange kein
Ostfriesicher Kämpfer mehr erreicht hat.
Judo-Club Aurich hat 2
Vize-Bezirksmeister
Wie in die Jahren zuvor sind im
Senioren-Bereich die beiden Disli-Brüder Safet und Rafet immer wieder gut
für eine Platzierung auf den Bezirksmeisterschaften. Die beiden Judoka
des Judo-Club Aurich (JCA) sind die beständigsten Garanten für einen
Erfolg. Im Bereich der Erwachsenen sind sie die Vertreter Ostfrieslands,
die für Erfolge sorgen und auch wichtige Stützen der Mannschaft der
Judo-Kampfgemeinschaft Ostfriesland sind. Etwas Wehmütig wurde dabei auch
der Nachwuchskämpfer Sebastian Frerichs (JKG Norden) aus der Mannschaft
vermißt, der auf den Bezirksmeisterschaften nicht anwesend sein konnte.
Genauso vermißt wurde Dana Kerzel vom JCA, die mit Grippefieber im Bett
lag. Die letztjährige Bezirksmeisterin hätte bei den Damen in der Klasse
bis 63kg sicherlich zumindest eine Qualifizierung rausgeholt. Man ist seit
Jahren in Ostfriesland bemüht, für adäquaten Nachwuchs zu sorgen, was
sicherlich noch ein paar Jahre benötigt. So gesehen war die
Bezirksmeisterschaft ein voller Erfolg. Safet Disli mußte sich nur im
Finale geschlagen geben, wobei hernach bei den Kampfrichtern nachgefragt
und länger diskutiert wurde, wer denn nun von beiden Kämpfern die
Wertung erzielt hatte. Eindeutiger war da schon der Finalkamp von Rafet
Disli, der einem oldenburger Judoka mit Haltegriff unterlag. Aber auch
für ihn waren Chancen auf den Bezirkstitel da, nachdem er seinen Gegner
im Würgegriff schon fast zu Aufgabe gezwungen hatte. In zwei Wochen sind
dann die Landesmeisterschaften in Osnabrück, wobei es dann doch erheblich
schwieriger wird, sich zu platzieren.
Letzte Änderung: 01.10.2008
|